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Castro ist quietschfidel

Cubas Revolutionsführer erfreut sich offenbar bester Gesundheit. Davon überzeugte sich jetzt die Chefin der Weltgesundheitsorganisation. Beim Besuch in Havanna lobte sie auch das Gesundheitssystem der Insel.

Financial Times Deutschland, 29. Oktober 2009

Kubas Revolutionsführer erfreut sich offenbar bester Gesundheit. Davon überzeugte sich jetzt die Chefin der Weltgesundheitsorganisation. Beim Besuch in Havanna lobte sie auch das Gesundheitssystem der Insel.

Da sie Ärztin sei und keine Erlaubnis von "Herrn Fidel Castro" habe, über die Gesundheit des 83-Jährigen zu sprechen, nannte die Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation keine Details: Sie wisse, wie wichtig Vertraulichkeit sei.

Nur so viel: "Ich habe ihn sehr stark erlebt. Vergessen Sie nicht, dass ich viel jünger bin als er, und ich fühlte mich müde, und er nicht. Dios mío. (Mein Gott)", sagte Magret Chan. Castro, der angeblich unter Darmkrebs leidet, habe sie beim Treffen am Dienstag auch außerhalb seines Hauses begleitet. Er sei "großartig", sagte die 62-Jährige.

Bei einer Pressekonferenz in Havanna würdigte Chan auch das Fachwissen Castros über das Gesundheitswesen. "In meiner Arbeit habe ich das Privileg gehabt, zahlreiche Präsidenten und Ministerpräsidenten zu treffen. Ich muss sagen, dass das Verständnis von Herrn Fidel Castro über die Bedeutung der Gesundheit, besonders der öffentlichen Gesundheit, beeindruckend ist."
Seit Juli 2006 war der langjährige Staats- und Parteichef wegen seiner schweren Erkrankung nur noch sporadisch in der Öffentlichkeit aufgetaucht. Die Jugendzeitung "Juventud Rebelde" ("Rebellische Jugend") hatte zuletzt im August Fotos vom einstigen Revolutionär gezeigt, auf denen er wieder gesünder schien. Angeblich hat Castro mehrere Verwandte, die über 100 Jahre alt wurden.

Chan lobte auch das öffentliche Gesundheitssystem Kubas und verwies auf positive Indikatoren wie " die sehr niedrige Kindersterblichkeit, die hohe Lebenserwartung, " "Ich muss sagen, dass es für ein Land mit diesem wirtschaftlichen Entwicklungsstand nicht leicht ist, so gute Gesundheitsindikatoren zu erreichen." Die kubanischen Ärzte seien sehr engagiert und sehr gut ausgebildet vor allem in der Allgemeinmedizin. Sie würdigte auch die "gute Arbeit" Kubas bei der Bekämpfung der Schweinegrippe.

Die WHO-Chefin hatte am Samstag ihren ersten Kuba-Besuch begonnen und während ihres Aufenthaltes zahlreiche Ärzte und Funktionäre aus dem Gesundheitswesen getroffen. Sie besuchte zudem die Lateinamerikanische Medizinschule, wo derzeit nach offiziellen Angaben 9000 Studenten aus 54 Ländern eingeschrieben sind.