Humanitäre Cuba Hilfe e.V.
Medizinische Hilfslieferungen, humanitäre, kulturelle
und politische Projekte, Informationsarbeit
www.hch-ev.de
Humanitäre Cuba Hilfe e.V.
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und politische Projekte, Informationsarbeit
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HCH: Humanitäre Cuba
Hilfe
- ein Stück menschlicher Solidarität
jenseits politischen Kalküls und ideologischer Starre, Begegnungen zwischen
Menschen -
Samstag, 14.02.2026
nach dem Spendenaufruf letzten Dezember für das Heparinprojekt (AICA) gab es viele positive Rückmeldungen. Vielen Dank dafür. Wir haben bei dem letzten Onlinetreffen des Vorstands von mediCuba-Europa am 03.02.2026 u.a. über das Projekt gesprochen und bei unserer HCH e.V. Mitgliederversammlung am 06.02.2026 darüber berichtet.
Noch einmal ein RIESENGROSSES DANKE SCHÖN an alle Spenderinnen und Spender, die dem Spendenaufruf gefolgt sind. Und natürlich gilt dieses Dankeschön auch den Freunden der Cuba-Solidarität Würzburg e.V., die uns eine große Spende unterwiesen haben. Eure Unterstützung ist einfach toll.
Wir haben heute für das Heparinprojekt EUR 30.000,00 als Spende an mediCuba-Europa (mCE) überwiesen.
Nachdem die italienischen Compañeros im Dezember eine Großspende für das Projekt überweisen konnten, kann das Projekt jetzt zusammen mit unserer aktuellen Spende in den nächsten Monaten erfolgreich abgeschlossen werden.
Die Mitarbeiter von AICA sind motiviert und es klappt trotz widriger Umstände.
… die wichtigsten Punkte sind:
2025 wurde die Erwachsenendosis (0.6 mg) hergestellt, verteilt und für gut befunden (lokale ÄrztInnen meinten es sei sogar besser als das importierte).
Wir (mCE) haben das Rohmaterial für die Produktion der pädiatrischen Dosis (0.4 mg) in China bestellt und bezahlt ... sollte jeden Moment eintreffen.
Die Reagenzien werden sie in Spanien bestellen, aus Kostengründen will AICA einen anderen Lieferanten, mit dem sie in Verhandlung stehen – mCE übernimmt die Rechnung und fliegt sie nach Cuba.
Dies ermöglicht die Produktion von rund 120.000 Dosen für den lokalen Bedarf (ein Teil bleibt für Analysen im Labor).
Abschließend findet ein Austauschtreffen mit AICA-Personal und ÄrztInnen statt.
Damit wird die Grundlage geschaffen, dass Cuba dieses Medikament selbst herstellt anstatt es zu importieren (Ersparnis von mehreren Millionen pro Jahr) – genau darauf (Importsubstitution, Stärkung der lokalen Kapazitäten, Bindung des Fachpersonals) legen wir großen Wert und haben dies auch immer ohne Wenn und Aber in der Diskussion als Ausgangspunkt für weitere Projekte in dieselbe Richtung erwähnt.
Natürlich werden weiterhin Spenden angenommen und Unterstützung für Kuba (auch für unsere anderen Projekte der HCH und von mCE) ist immer wichtig.
Das Projekt "Hand aufs Herz" (Herzschrittmacher für Kuba) konnte trotz der großen Spendenbereitschaft noch nicht abgeschlossen werden. Hierfür haben viele von uns in den letzten beiden Jahren gespendet und auch aus dem Baskenland und Dänemark sind gerade größere Spenden bei mediCuba-Europa angekommen. Aber leider ist das Ziel von 1000 Herzschrittmachern noch nicht erreicht. Wir arbeiten weiter daran (bei Spenden bitte im Verwendungszweck "Herzschrittmacher" angeben).
Und dann gibt es noch das Projekt "Energie für das Leben" (Solarenergie). Dies ist wieder ein Projekt, das mir auch persönlich sehr am Herzen liegt. Dazu hat sich bei unserem Onlinemeeting des Vorstands von mediCuba-Europa ein Satz des Präsidenten von mediCuba-Europa Prof. Franco Cavalli festgesetzt. Er sagte: "El problema número uno es la falta de energía." (Das größte Problem ist der Energiemangel.) Das stimmt zu 100 % – beim öffentlichen Verkehr der Spritmangel (wie kommt man zur Arbeit, zur Schule…), der fehlende Strom (Wasserversorgung, privat z.B. Kühlung und Kochen von Lebensmittel, in Krankenhäusern...). Alles bricht zusammen ohne Energie.
Bei dem mediCuba-Europa Projekt "Energie für das Leben" (Solarenergie) fokussieren wir uns auf das Kinderherzkrankenhaus William Soler in Havanna (208 kWp = 50% des Verbrauchs in den Tagesstunden), das uns vom Gesundheitsministerium ans Herz gelegt wurde und auf das Provinzkrankenhaus in Matanzas (mit dem mediCuba-Schweiz ein großes Medizinalprogramm unterhält) wo wir zwischen 100 und 250 kWp installieren möchten (30 kWp werden in diesen Wochen installiert und 100 kWp haben die Luxemburger Freunde ihrer Regierung für eine Projektfinanzierung vorgelegt). Nach aktuellen Preisen gilt, dass 1000 Euro eine Leistung von 1 kWp ermöglichen und damit pro Jahr eine Tonne CO2 einsparen. In beiden vorgenannten Krankenhäusern sind es Systeme ohne Batteriespeicher (die alles viel teurer machen), sie entlasten das Stromnetz und unterstützen bei Stromausfall die mit Treibstoff betriebenen Generatoren.
Das Projekt im Kinderkrankenhaus wird mediCuba-Europa in den nächsten Tagen unterschreiben. Ziel ist die Inbetriebnahme im Juli und für das Projekt in Matanzas auch noch eine Umsetzung in 2026 (bei Spenden bitte im Verwendungszweck "Solarenergie" angeben).
Bei der momentanen Lage auf Kuba und den immer weiter verschärften Blockadeaktionen ist die Hoffnung groß, aber die genannten Zeitfenster für die Realisierung herausfordernd.
Im Rahmen seines Besuchs war er beim ICAP in Havanna eingeladen. Anlässlich der Feierlichkeiten zum 65-jährigen Bestehen des ICAP wurden verschiedene Personen und Organisationen für ihr Engagement und ihre Arbeit für das kubanische Volk geehrt. Beat Schmid nahm die Medaille im Namen von mediCuba-Europa in einer bewegenden Zeremonie entgegen, die uns daran erinnert, dass Solidarität weder geografische noch zeitliche Grenzen kennt.

Falls es noch Fragen gibt, steht der Vorstand der HCH e.V. natürlich gern zur Verfügung.
Solidarische Grüße
Regina Groß